Wir über uns

Der Metall-Innung gehören derzeit 36 Fachbetriebe aus dem Metallhandwerk an. Sie ist eine regionale Gemeinschaft von mittelständischen Handwerksunternehmen in der Stadt Oldenburg sowie den Oldenburger Landgemeinden Wardenburg, Hatten, Hude und Großenkneten.

 

 

Vorstand der Metall-Innung Oldenburg

v. l. n. r.: Gerhard Hartmann, Christian Groß, Sandra Siebs, Obermeister Jan Oltmanns und Helma Hartgen

 

 

 

Kurzchronik zur Geschichte der Metall-Innung Oldenburg

 

Die Metall-Innung Oldenburg, die in den Urkunden der Stadt Oldenburg erstmalig 1383 unter der Bezeichnung "Schmiedeamt" in Erscheinung trat, feierte 1999 ihr 100jähriges Innungsjubiläum seit Neugründung der Schmiede- und Schlosser-Innung Oldenburg im Jahre 1899.

Das Schmiedehandwerk fand sich in der Stadt Oldenburg schon früh zur Wahrnehmung seiner Interessen zusammen. Der Amtsbrief aus dem Jahre 1383 ist nach dem Bäckeramt von 1362 die älteste Handwerksorganisation der Stadt Oldenburg. Aus alten Unterlagen ist ersichtlich, dass man sich von Anfang an um Ordnung im Handwerk und für die Fertigung handwerklicher Wertarbeit bemühte.

Bemerkenswert ist, dass die "Schwarzarbeit" auch damals schon bekämpft wurde. Aus einer Beschwerdeschrift vom 27. August 1746 - unterschrieben von 16 Schmieden - "betreffend die Arbeit der Constabels und Musquetiers für die Officiers" baten sie "allerunterthanigst um Verbot" Schmiedearbeit durch Soldaten "verfertigen" zu lassen. "Ihre königliche Majestät" erließ darauf am 29. Juli 1747 eine entsprechende Resolution.

Von den Unterschriften der Beschwerdeführer trugen vier den Namen "Hallerstedt", eine alte Schmiedefamilie die noch heute in Oldenburg ansässig ist. Nach Einführung der unbeschränkten Gewerbefreiheit im Jahre 1810 und der Auflösung der Zünfte während der Besetzung Oldenburgs durch die Franzosen verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage des Oldenburger Handwerks dramatisch.

1830 ermöglichte Großherzog Paul Friedrich August durch eine Landesherrliche Verordnung wieder den Zusammenschluss des Handwerks in Gilden, Gewerksvereinen oder Innungen. Dieser Erlass war wohl Veranlassung, dass sich am 16.02.1884 in Oldenburg 14 Schlosser und vier Schmiedemeister zusammenfanden, um eine gemeinsame Vertretung ihrer Interessen zu gründen.

Am 12. April 1884 wurde vom Oldenburgischen Staatsministerium das Innungsstatut genehmigt. Zu den Gründungsvätern gehörten u. a. F. Schmachtel, R. Wiechmann, C. Hallerstede und H. Diekmann. Zum Obermeister wurde der Schlossermeister W. Busse gewählt. Ihm folgte am 4. Februar 1888 der Schlossermeister W. Hartmann, Osternburg.

Die Zeitungswerbung spielte offensichtlich schon zur damaligen Zeit eine bedeutende Rolle, so ist im Haushaltsplan von 1888/89 vermerkt, hierfür 25,00 Mark zu veranschlagen. Bei einem Gesamtvolumen des Haushaltes von DM 140,00 Mark fast 18 %.

1890 wurde C. Brandorff Obermeister der Innung, dem 1894 der Hofschlossermeister W. M. Busse folgte.

1898 wurde dann der Beschluss gefasst, aus der "freien Schlosser und Schmiede-Innung Oldenburg" eine Zwangs-Innung mit Pflichtmitgliedschaft zu gründen. Der Antrag wurde von H. Otto als Obermeister unterschrieben.

In der Versammlung sprachen sich u. a. die namentlich überlieferten Schmiedemeister

W.Hartmann, A. Kupler, M. und C. Brandorff,

J. Hinrichs, J. Vosgerau, H. Diekmann, H. Otto,

H. Hellmers, Johann Schumacher, K. Janssen,

P. Schmidt und a. Hölzen, R. Hartmann,

C. Pöpken, W. Gökes, G. Reinecke, H. Hullmann

für die Errichtung aus, die am 1. Juli 1899 vom Oldenburgischen Staatsministerium - Departement des Innern - genehmigt wurde.

In der erforderlichen Gründungsversammlung wurde Carl Brandorff zum Obermeister gewählt. Im Jahre 1928 trennten sich die Schlosser und die Schmiede und bildeten jeweils eine eigene Innung.

Obermeister der Schmiede-Innung Oldenburg wurde Friedrich Karnau, der dieses Amt mit Unterbrechung während der Kriegsjahre bis 1957 ausübte. Sein Nachfolger wurde Diedrich Schütte aus Tungeln. Der Schlosser-Innung Oldenburg standen nacheinander die Obermeister J. Witting (bis 1948), Hermann Harms (1948 - 1957) und Arnold Frebel (1957 - 1963) vor. 1963 beschlossen beide Innungen , sich in der Schlosser-, Schmiede- und Maschinenbauer-Innung Oldenburg wieder zusammenzuschließen.

Zum Obermeister wurde sodann  Karl Bauer gewählt.

Von 1966 - 1991 übernahm Johann Hinrichs das Amt des Obermeisters. Seit dem 16.11.1990 heißt die Innung offiziell "Metall-Innung Oldenburg".

Ihr stand vom01.01.1992 bis zum 25.03.2015 Hans-Jürgen Sander als Obermeister vor. Sein Nachfolger wurde Jan Oltmanns.

 

Übergabe der Innungsfahne an das Stadtmuseum

 

Obermeister Hans-Jürgen Sander (Metall-Innung Oldenburg) und Dachdeckermeister Uwe Sohnle (Dachdecker-Innung Oldenburg) übergaben Museumsdirektor Dr. Friedrich Scheele (Stadtmuseum Oldenburg) die historischen Innungsfahnen zur sachgerechten Verwahrung und Archivierung (August 2010)